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Vatikan AG

Auch erhältlich als:    E-BOOK  

Erscheinungstermin: 25.03.2010 (Originalausgabe Buch)

Buchdetails
Originalausgabe

ISBN-13 978-3-902404-89-3

Hardcover: 360 Seiten
Format: 145 mm x 210 mm, gebunden mit Schutzumschlag

Österreich/Deutschland: 22,90 EUR
Schweiz: 32,90 CHF*
*empfohlener VK-Preis

E-Book-Details

ISBN-13 978-3-7110-5098-4

Seitenanzahl: 360 Seiten

Österreich/Deutschland: 6,99 EUR
Schweiz: 10,00 CHF*
*empfohlener VK-Preis

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Vatikan AG

Skrupellose Finanzoperationen, getarnt als Werke der Wohltätigkeit unter dem Deckmantel karitativer Stiftungen.

Die unerhörte Geschichte, die hier erzählt wird, stützt sich auf ein umfangreiches Geheimarchiv, das in der Schweiz lagerte und hier erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Viertausend geheime Dokumente des Heiligen Stuhls – Briefe, vertrauliche Mitteilungen, Aktennotizen, Protokolle, Kontoauszüge und Buchungsbelege – gewähren einen Blick hinter die Kulissen des vatikanischen Finanzsystems. Die Dokumente stammen aus dem Nachlass Monsignor Renato Dardozzis (1922–2003), bis Ende der neunziger Jahre einer der wichtigsten Mitarbeiter des IOR („Institut für die Werke der Religion“), wie die Vatikanbank offiziell heißt.

Ende der achtziger Jahre schien mit dem Crash der Ambrosiano-Bank, der rätselhaften Ermordung Roberto Calvis und Michele Sindonas und dem Rückzug von Erzbischof Marcinkus aus der Leitung des IOR der Schlussstrich unter ein unrühmliches Kapitel der Vatikanbank gezogen. Aber dann – so beweisen die Dokumente aus Dardozzis Archiv – begann alles wieder von vorn. Seit 1992 entstand ein neues, noch raffinierteres System mit Nummernkonten, über die Hunderte Milliarden Lire verschoben wurden. Architekt dieses Netzwerks war Prälat Donato de Bonis, der neue Chef der Vatikanbank. Er legte Konten auf den Namen von Bankiers, Unternehmern und Spitzenpolitikern an, unter ihnen „Omissis“, der Codename Giulio Andreottis.

Auf diese Konten wurden Erlöse aus Staatspapieren eingezahlt, um schmutziges Geld zu waschen. Auch in den Mega-Korruptionsskandal Enimont war die Vatikanbank verwickelt. Sogar Gelder gläubiger Katholiken, die für heilige Messen bestimmt waren, wurden mit geschickten Manövern auf persönliche Konten transferiert.

Das IOR funktionierte wie eine Bank innerhalb der Bank, eine gigantische Geldwaschanlage mitten in Rom, die von der Mafia genutzt und skrupellos für politische Machenschaften eingesetzt wurde. Ein Steuerparadies, das allein der Gesetzgebung des Vatikans unterworfen war. Und das alles im Namen Gottes.

Gianluigi Nuzzi

Gianluigi Nuzzi

Gianluigi Nuzzi wurde 1969 in Mailand geboren. Er war für die italienische Tageszeitung „Libero“ als Berichterstatter tätig, arbeitete darüber hinaus für „Panorama“ und den „Corriere della Sera“. Sein Erfolgstitel Vatikan AG war wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste zu finden, die Originalausgabe verkaufte sich in Italien mehr als 250.000 Mal und wurde in 14 Sprachen übersetzt. Gianluigi Nuzzi beschäftigt sich seit 1994 mit allen wichtigen Justizfällen, die mit Verstrickungen der Politik und der Finanzwelt zu tun haben.


Weitere Titel des Autors

Metastasen
Alles muss ans Licht

Man kann die Kirche nicht mit Ave Marias führen‘, sagte Erzbischof Paul Marcinkus. Gianluigi Nuzzi beweist mit diesem Buch, dass man dieser Devise gefolgt ist.
La Stampa

Ein Buch, wie es noch kein anderes zuvor gegeben hat. Es gewährt Zugang zum Geheimarchiv Monsignor Dardozzis, einem der wichtigsten Mitarbeiter der Vatikan- bank, und deckt die waghalsigen Finanzgeschäfte des IOR auf. Eine hier erstmals offengelegte Geschichte, die ein neues Licht auf die Gegenwart wirft.
L’Arena

Dieses Buch muss man unbedingt lesen. Spannend wie ein Krimi und fesselnd bis zum letzten Augenblick, erzählt es eine bisher unbekannte Geschichte.
Il Messaggero

Völlig überraschend wechselt der Papst den Chef der Kirchen-Bank aus. Ein neues Buch bringt die ,Vatikan AG‘ in die Nähe des organisierten Verbrechens.
Neue Zürcher Zeitung

Eine unheilige Allianz mit der Mafia. Das Enthüllungsbuch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi liest sich wie ein Krimi.
Nürnberger Nachrichten

Das Buch Vatikan AG liest sich wie ein Verschwörungsroman von Dan Brown (Sakrileg). Es geht um Geld- und Machtgier und die Schwarzgelder von Mafiosi und korrupten Politikern bei der Vatikanbank.
Kurier

Einblick in die geheime Welt der Geldwäscher Gottes. Die plötzliche Abberufung von Vatikan-Bankchef Angelo Caloia durch Papst Benedikt XVI. lag zeitlich auffallend nah beim Erscheinungsdatum.
Der Standard